Der Kriminalroman „Maigret stellt eine Falle“ (Maigret tend un piège, 1955) handelt von einer Serie von Frauenmorden in Paris. Im Stadtteil Montmartre versetzt ein unbekannter Täter die Bevölkerung in Angst und Schrecken. Trotz intensiver Ermittlungen gelingt es der Polizei zunächst nicht, den Mörder zu fassen. Kommissar Jules Maigret übernimmt den Fall. Da es kaum verwertbare Spuren gibt, entwickelt er einen ungewöhnlichen Plan: Er lässt öffentlich bekannt machen, die Polizei sei dem Täter dicht auf den Fersen. Maigret hofft, dass der Mörder dadurch nervös wird und einen Fehler begeht. Gleichzeitig richtet er eine Falle ein, indem er zahlreiche Polizisten in Zivil auf die Straßen schickt. Der Plan geht auf.
Der Täter versucht erneut zuzuschlagen, wird jedoch gestört und hinterlässt wichtige Hinweise. Durch geschickte Beobachtungen und Befragungen kann Maigret schließlich den Kreis der Verdächtigen eingrenzen. Dabei entdeckt er, dass hinter den Verbrechen ein scheinbar unauffälliger Familienvater steckt, der ein Doppelleben führt und unter schweren psychischen Konflikten leidet.
Am Ende gelingt es Maigret, den Mörder zu überführen und festzunehmen. Der Roman zeigt nicht nur die kriminalistische Arbeit der Polizei, sondern auch Simenons Interesse an den psychologischen Ursachen von Verbrechen.




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