Der Roman „Maigret und die alte Dame“ (Maigret et la vieille dame, 1949) spielt in der normannischen Küstenstadt Étretat. Kommissar Jules Maigret wird von einer älteren Dame, Valentine Besson, um Hilfe gebeten. Sie ist überzeugt, dass jemand versucht, sie zu vergiften.
Zunächst erscheint ihr Verdacht unbegründet. Doch kurz darauf stirbt eine Hausangestellte unter verdächtigen Umständen. Maigret reist nach Étretat und beginnt, die Bewohner des Hauses sowie die Familienangehörigen der alten Dame zu beobachten. Dabei stößt er auf Spannungen innerhalb der Familie, Erbstreitigkeiten und versteckte Feindseligkeiten.
Je tiefer Maigret in den Fall eindringt, desto deutlicher wird, dass hinter der ruhigen Fassade des bürgerlichen Haushalts zahlreiche Geheimnisse verborgen sind. Die alte Dame erweist sich als kluge und willensstarke Persönlichkeit, die ihre Umgebung genau beobachtet und manche Zusammenhänge besser erkennt, als andere vermuten.
Durch seine geduldigen Nachforschungen gelingt es Maigret schließlich, die Hintergründe der Todesfälle aufzudecken. Dabei zeigt sich, dass Habgier, familiäre Konflikte und lang gehegte Ressentiments eine entscheidende Rolle spielen.




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